Archive for the 'Korruption & Manipulation' Category

Der „Arabische Frühling“ als Herausforderung für Zentralasien

In der Ausgabe Nr. 43-44 der Zentralasienanalysen fragen wir nach den Potentialen für Protest in Zentralasien:

To download the report follow the link: ZentralasienAnalysen43-44-1

ПРИНЦИП прозрачности в системе образования

[Разослан по email рассылке келкел – автор: Аскар Мамбеталиев]

New Coalition in Kyrgyzstan already Discredited before Forming the Government

Akipress published a document, showing the distribution of positions within the government and state related institutions and companies among the three parties ‚Respublika‘, ‚Ata-Zhurt‘, and ‚SDPK‘.

I repost the document here:

Copy Of Wikileaks File On Prince Andrew in Kyrgyzstan (Report of US Ambassador Gfoeller)

To download the full report (pdf) please follow the link: wikileaks

Wahlen in Kyrgyzstan und Ihre Bedeutung

Bald sind Wahlen. Am 10. Oktober wird hier in Kyrgyzstan ein neues Parlament bestimmt. 29 Parteien treten an, die Sitze unter sich aufgeteilt zu bekommen. Chancen kann man dabei vielleicht fünf bis acht Parteien einräumen, während wohl die meisten anderen nach Ablauf der Wahl wieder in der Versenkung verschwinden werden. Vielleicht mit einigen Ausnahmen wie Aikol El, der Partei unter Führung des jungen, aber erfahrenen Politikers Edil Baisalov.

Wie sich das Koalitionsgeschacher gestalten wird, ist die spannende Frage für die Zukunft, für die Zeit danach. Dabei hat die Zeit vor den Wahlen bereits für einige Überraschungen gesorgt, die es wert sind, kurz genannt zu werden. Denn sie hauen uns so einige Gewissheiten um die Ohren, mit denen wir uns bisher gerne diesem verlorenen Flecken Erde näherten.

Da ist an erster Stelle die Pluralität der Stimmen zu nennen. In Bishkek und dem Rest des Landes wird gewahlkämpft, was das Zeug hält. Mit Tränen in den Augen schauen einige lokale Beobachter dieser gigantischen Verschwendung an Ressourcen zu, ist doch die andauernde Organisation von Stadionauftritten, Konzerten, Parteiaufmärschen, Feuerwerken (!!) und sogar Luftballonfahrten (Partei Respublika) nicht mit unerheblichen Kosten verbunden. Und doch, es beeindruckt, mit welcher Härte sich Kyrgyzstan gegenwärtig eine Lektion in Pluralität verpasst. Nicht, dass alle Stimmen was unterschiedliches zu sagen haben, im Gegenteil, häufig ist es ein und derselbe Einheitsbrei. Aber die Möglichkeit zu beobachten, dass diese vielen Stimmen auch unterschiedlichen Sprechern gehören, dass hier plötzlich Vielfalt vor die übliche Erfahrung der Einheitsrepräsentanz (Akaev, Bakiev, Ak-Zhol) geschoben wird, ist von besonderer Bedeutung. In Zukunft kann auf diese Erfahrung zurückgegriffen werden und mit dieser Form des Rückgriffs werden neuen Bedingungen für zukünftige politische Spiele geschaffen. Deswegen: schade um des vielen Geldes (umso mehr, als dass die Inhalte eben kaum Differenzen aufweisen), aber erstaunlich, wie bunt politische Repräsentation mit einem Mal aussehen kann. Weiterlesen ‚Wahlen in Kyrgyzstan und Ihre Bedeutung‘

Warten in Ungewissheit

Vor ein paar Tagen erschien in dem in Kyrgyzstan bekannten Internet Forum diesel.elcat.kg ein langer Beitrag einer Frau, die sich ob der teilweise hasserfüllten postings echauffierte und ihre Erlebnisse als Kontrast darlegte. Ihr Bericht geriet sehr ausführlich und wurde wohl wegen seiner authentischen Schilderung von einigen Bloggern aufgegriffen und ins Netz gestellt. Das Thema auf diesel.elcat.kg wurde inzwischen geschlossen und der Text ist damit auf seiner Originalquelle nicht mehr zugänglich. Auf Blogs wie neweurasia.net ist er allerdings immer noch zugänglich und wurde dort inzwischen auch ins Englische übersetzt.

Ich habe mich daran gemacht, den Text ins Deutsche zu übersetzen, weil auch ich finde, dass er einige Dilemmas der gegenwärtigen Krise hervorhebt. Zwei Dinge springen mir besonders ins Auge:

Zum einen der im Text wiederkehrende Rekurs auf die neuen Medien wie Internet und, noch stärker, Mobiltelefone. Die Autorin ist hin- und hergerissen zwischen der Anpreisung von Handys als wichtigen Instrumenten, um überhaupt zu erfahren, was im Süden passiert und Informationen über die Lage ihrer Angehörigen zu bekommen. Gleichzeitig sieht sie die Gefahr, die von Handys ausgeht, wenn sich mit ihrer Hilfe Gerüchte in Windeseile verbreiten können und so die Situation sich weiter anspannt. Die Frage, die hier im Hintergrund lauert ist die nach den Möglichkeiten, in der heutigen Zeit Gerüchte bekämpfen zu können. Altsowjetisch mit Fernsehinszenierungen von Volksbruderschaften oder aber mit risikoreicher Aufklärung der tatsächlichen Geschehnisse ohne Gewähr auf Erfolg (die Büchse der Pandora)?

Zum zweiten ist, meiner Meinung nach, den ganzen Text hindurch zu spüren, wie sehr die Autorin versucht ist, die Geschehnisse als Resultat einer konzertierten Aktion ‚dritter Kräfte‘ zu interpretieren. Und wie sie gleichzeitig entsetzt darüber ist, dass zwei Völker es so weit haben kommen lassen, dass an ihre ‚tierischen Instinkte‘ appelliert und angeknüpft werden konnte. Das Dilemma hier ist meines Erachtens nach die Erkenntnis, dass eine jede Provokation und Manipulation immer nur dann wirksam werden kann, wenn es jemanden gibt, der sich provozieren und manipulieren lässt. So wird in diesem Text bereits deutlich, wie schwer in Zukunft die Aufarbeitung der Ereignisse werden wird und wie sehr das permanente Wiederholen der Erzählung von den ‚dritten Kräften‘ nicht verhindern kann, dass man sich irgendwann hinsetzen muss, um zu versuchen zu verstehen, wie die Spirale der Gewalt, einmal in Gang gesetzt, so schnell und unbarmherzig sich Bahn brechen konnte.

Bei der Übersetzung des Texts habe ich mich weniger um sprachliche Eleganz bemüht, sondern häufig direkte Übersetzungen gewählt, was den Text vielleicht etwas holprig erscheinen lässt. Darüber hinaus gebe ich keine Gewähr für eine fehlerfreie Übersetzung. Sollten jemandem Sinnverfälschungen auffallen, bin ich für einen kurzen Hinweis dankbar.

TEXT:

„Ich beginne damit zu erzählen, dass ich Südlerin bin. Ich bin in Osch aufgewachsen. Zur Zeit befinden sich alle meine Verwandten in einer sehr schwierigen Lage in der Stadt Osch. Warum ich schreibe? Weil es bei mir hochkommt, und ich wende mich an alle, denen Computer und das Internet zugänglich sind. Hier auf Diesel [Internetforum diesel.elcat.kg] setzt gleich nach Erscheinen des Themas – der Erörterung der Ereignisse und die Ursachen des Kriegsausbruchs im Süden – das Volk mit der Teilung in Nationalitäten ein, bemerkt das, und dabei nicht nur Uzbeken und Kyrgyzen, sondern man fühlt auch sofort, wer welcher Nation angehört, sehr markant – und dann wird das Thema auch schon geschlossen, und eben deswegen habe ich mich entschieden, hier über meine Gefühle zu schreiben und über das, was ich beobachtet habe.

Ich bin Kyrgyzen, bin im Süden aufgewachsen und lebe hier. Meine Mutter kommt aus dem Norden, mein Vater ist Südler. Mich hatte erst aufgeregt, dass man versucht uns in Nord und Süd einzuteilen, dann kam noch ein viel schlimmeres Unglück und der Krieg begann, ein wirklicher Krieg, in meiner kleinen Heimat. Meine Eltern und alle meine Verwandten sind inzwischen aus ihren Wohnungen geflohen, oder genauer, man schaffte es sie einzeln hinaus zu bringen in die Dörfer vor der Stadt. Im Moment leben ungefähr 5 Familien in einem kleinen Haus. Auf der Flucht nahmen sie noch schnell unsere usbekische Nachbarin und ihre Tochter mit sich (ihr Mann ist heute in sein Haus gefahren, das sich in einer stadtnahen Makhalla [usbekische Siedlung] befindet, sein Feld bearbeiten). Bis dahin befanden sie sich tagelang jeder in seinem Rajon [Distrikt] und konnten sich nicht fortbewegen und nicht im Notfall zur Hilfe eilen. Gott sein Dank gibt es Mobiltelefone, da ja die städtischen Verbindungen gekappt wurden. In einigen Rajonen wurden umgehend Licht und Gas abgestellt. Jetzt verstehe ich, dass Mobiltelefone gut und schlecht sind, du erfährst halt, dass alle am Leben sind, und auf der anderen Seite verbreiten sich Gerüchte in Blitzesgeschwindigkeit. Die Eltern meines Mannes gerieten in eine Blockade, in der sie sich bis jetzt befinden, auch seine Schwester mit ihren zwei Kindern, allerdings in einem anderen Rajon (dabei arbeitet ihr Mann in den Sicherheitsorganen und kann nicht bis zu ihr durchkommen, überall wird geschossen). Die Eltern meines Mannes wohnen in einer Straße, wo nur Uzbeken leben, und jetzt haben sie dort zusammen Barrikaden aufgebaut und schützen sich vor allen, wenn geschrien wird, das Usbeken kommen, werden die Eltern geschützt, wenn Kyrgyzen kommen, laufen alle ins Haus der Eltern, außerdem bringt man sich gegenseitig Lebensmittel.

Mein Vater kam im Vorfeld der Ereignisse hierher zu einer Versammlung geflogen und hatte ein Rückflugticket für den 11. Juni reserviert. Am Abend unterhielten wir uns über die Lage in Osch (wegen der Ereignisse in Dzh-Abad) und Papa sagte, dass alles ruhig ist, es nicht mal irgendwelchen Anzeichen gäbe. Am nächsten Morgen um 6 riefen dann gleichzeitig Mitarbeiter aus Osch meinen Vater an und meinen Mann rief seine Mutter an und alle erzählten, dass Uzbeken und Kyrgyzen aufeinander losgehen, dabei konnten wir die Schüsse im Hintergrund der Gespräche sehr gut hören, und dabei befanden sie sich an verschiedenen Enden der Stadt. Wir waren schlicht schockiert und hätten es nicht glauben können, wenn nicht die Schüsse so laut durch den Hörer vernehmbar gewesen wären. Uns wurde erzählt, dass die einfallenden Uzbeken gut bewaffnet seien, und die Kyrgyzen nur Stöcke und einfache Ausrüstung besäßen. Papa sagte sofort, dass die Uzbeken das nicht nötig hätten. Ich war einfach nur geschockt, woher hatten die Menschen so viele Waffen, um die gesamte Stadt einzunehmen. Am Morgen hieß es dann bereits, dass Leute aus Alay ankommen, genau wie in 1990, als sie nur 3 bis 4 Tage brauchten um sich zu sammeln und aufzulaufen, das war alles sehr verstörend. Seit dieser Zeit sitze ich tagelang am Telefon, rufe reihenweise die mir Nahestehenden an und sorge mich sehr um sie. In den ersten Tagen war es schlicht nicht auszuhalten, meine Nerven versagten. Alle 30 Minuten wurde ich angerufen und mir wurden schlimme Einzelheiten mitgeteilt über das, was vor Ort passiert, über das, was Uzbeken mit Kyrgyzen anstellten, und Kyrgyzen mit Uzbeken, schlimmste Grausamkeiten, ohne jemanden zu verschonen. Woher diese Informiertheit?, wobei man alles an verschiedenen Enden der Stadt erfuhr und dann auch in den Dörfern (Da hast du die Mobiltelefone mit all ihren Vorteilen). Einige hier überlegen, wie das möglich ist, woher das kommt usw. ….

Wisst ihr, wenn man Euch von schlimmen Morden erzählt, dann stehen einem die Haare zu Berge, und wenn direkt vor Euren Augen tötet und bei lebendigem Leibe verbrennt, dann kocht nicht nur das Blut, sondern dann machst du dich selbst auf und nimmst Rache, und genau damit hat eiskalt gerechnet derjenige, der sich das alles ausgedacht hat, dem völlig egal ist das Schicksal und das LEBEN des einfachen Volkes, der keinen Gott fürchtet, der ruhig danach schlafen kann, das sind grausame Menschen!!!! Erst mit einiger Zeit habe ich verstanden, dass das sehr gut geplante Provokationen waren, ich bin mir darin jetzt sicher. Sie haben einfach zwei Völker gegeneinander aufgepeitscht, das hat jemand gemacht, der den Süden sehr gut kennt und wusste, wie man das Volk bis zum Siedepunkt bringen kann, bis zum Brudermord, ihr Gefühle bis hin zum tierischen Instinkt. Und dabei haben sie dann noch Osch und Dzhalalabad geweckt, diese Städte, in denen die größte Anzahl Uzbeken lebt, 60%. Es ist einfach hier zu sitzen und zu urteilen, und sich dann auch noch auf den Seiten zu teilen. Schaut Euch selbst an, ihr seht Euch nicht mal, kennt Euch nicht mal und fangt schon an Euch im Forum zu überwerfen, Euch gegenseitig zu beschuldigen, und wie können wir dann darüber reden, was dort passiert ist, über ihre Gefühle, wenn die das dort sehen müssen, wenn ihnen erzählt wird, dass die Ihrigen abgeschlachtet werden, erschossen usw. ich erzähle keine Einzelheiten, die ich auch gehört habe, was mit ihnen gemacht ….. Wenn ich meine Mutter anrufe, und sie nimmt den Hörer nicht ab, und ruft dann Gottseidank aber doch an und erzählt, dass unter den Fenstern die Kalten entlang liefen und schossen, und sie sich mit der uzbekischen Nachbarin in der Toilette versteckt hatte und dann im Vorraum, seit zwei Tagen nicht schläft, nicht isst, und meine Mama ist eine kranke Person, könnt Ihr Euch vorstellen wie ich mich fühle und meine Wut und meine Machtlosigkeit, ganz zu schweigen von ihrem Zustand.

Das ist unser aller Unglück, wir werden benutzt wie sie es wollen, und wir gehen darauf ein. Wisst Ihr, wegen irgendwelcher belanglosen Streitereien, und solche gibt es dort durchaus häufig, passiert so etwas nicht, ansonsten hätten im Süden alle einander schon umgebracht. Sogar schwere Verbrechen entwickeln nicht ein solches Ausmaß, wie wir es jetzt haben, als ob eine Verschwörung gegen den ganzen Süden läuft schaut doch, wie sich der gesamte Süden spontan erhoben hat, überall konnten wir Funken beobachten. Das war eine ganz klare Rechnung und sie wird weiterhin bedient. In den Dörfern, in denen es gemischte Familien gibt, beispielsweise in Aravan, dort haben Verwandten meines Onkels am Telefon erzählt, dass man sich versammelte und miteinander sprach, und damit war der Konflikt beendet. In Osch und Dzhalalabad gibt es geschlossen uzbekische Wohngebiete, die haben dort ihre eigene Welt und ihre Gesetze und Regeln, die sind alleine unter sich, und ebenso in den Dörfern haben die Kyrgyzen ihre eigenen Regeln und sie sprechen nicht mit den Uzbeken, deswegen war es auch genug sie mit den schrecklichen Einzelheiten über das Vorgefallene zu versorgen (einem jeden wurde seine Information zuteil), als der Krieg begann, Blut für Blut, wer im Süden zu dem Zeitpunkt gelebt hat, der wird mich jetzt gut verstehen. Ich war selbst Gefangene der Ereignisse von [19]90 und ich weiß nicht nur vom Hörensagen, wie schrecklich das ist, wenn du da sitzt und nicht atmest, damit sie nicht in dein Haus kommen und dich nicht töten. Hier stellen das manche auch als einen Genozid dar, was für ein Genozid, wenn sie die einen und die anderen umbringen. Man spricht über die Flüchtlinge, und ja, es schmerzt mir ihretwegen, und wohin sind aber die Kyrgyzen gelaufen, denn es gibt sie und ihrer sind nicht wenige, aber sie sind in die anderen Dörfer gelaufen, in die Berge, sie haben kein anderes Territorium, deswegen sieht man sie auch nicht und darüber wird nicht berichtet.

DAS EINFACHE VOLK BRAUCHT KEINEN KRIEG. Sie haben in Ruhe und Frieden auf ihren Märkten gearbeitet, auf den Feldern. Ihrem Mann hat meine Mutter am ersten Tag gesagt dass das dritte Kräfte waren, dass man das sagt, zum Glück haben sie das alle sofort verstanden und gemeinsam angefangen sich zu schützen. Mein Schwiegervater und sein uzbekischer Nachbar zogen aus, den Weg auszukundschaften, um wenigstens irgendwohin flüchten zu können, dann begannen sie zu schießen, und zu zweit flohen sie dann vor den Kugeln und erzählten dass man sie gerade fast getötet hätte. Gott sei dank fangen die Leute jetzt an zu verstehen, dass man sie gegeneinander aufgebracht hat, dass das alles Provokationen waren, leider aber nicht in allen Rajonen. Heute habe ich mit meiner Schwester gesprochen (die sitzen in einem kyrgyzischen Dorf, ich meine abgeschnitten), und ich habe heute in ihrer Stimme das Bedauern darüber, den Scham, dass man sie ausgenutzt hat, und sie darauf eingestiegen sind. Bis dahin kamen jeden Tag bis zu ihnen die Gerüchte, dass die Uzbeken morden, dass sie quälen, und ich fühlte ihre Wut, nun aber wird klar, dass in den uzbekischen Mahallas das gleiche passierte. Und Gott sei Dank bekommen viele nun mit, was genau vorgefallen ist, was sie angerichtet haben und sie versuchen sich zu versöhnen, und das sind keine Gerüchte.

Leider bleiben Rajone wo das Volk noch nicht verstanden hat, wo man es unterstützt und es fortlaufend mit Gerüchten füttert und sie haben auch noch Waffen. Auf den Dächern sitzen die Snaiper und schießen alle reihenweise ab, aber das Volk hat bereits verstanden, dass diese weder zur einen noch zur anderen Nation gehören, dass das Auftragsmörder sind. Und es ist gut, dass sie das jetzt verstanden haben, sie müssen doch auch weiterhin zusammen in einer Stadt leben, wo alles so miteinander verflochten ist und wie wertvoll ist dann solch ein Verstehen. Ich erinnere mich wie in den 90er die Anspannung sich lange hielt, die Angst voreinander, alle Sprachen miteinander fast nur im Flüsterton und erst nach einigen vielen Jahren fingen das Volk an zu vergessen, eine neue Generation wuchs heran, die solch eine Tragödie nicht kannte und dann auf einmal erneut ………

Dem Volk muss derjenige gegeben werden, der das alles organisiert ist, das wird gerecht sein. Jetzt sorge ich mich um meinen Nachbarn (der Mann eben derjenigen Nachbarin), gestern hat er noch gesagt, dass er das Feld pflügt (er ist ein toller Mensch, sehr ruhig, SEHR FRIEDLIEBEND und er brauch überhaupt keinen Krieg, ich wundere mich, alle kämpfen und er pflügt sein Feld), heute sitzt er irgendwo in seinem Haus und versteckt sich, da sein Rajon gefährdet bleibt. Gott möge verhindern, dass ihm etwas zustößt, wie werde ich in die Augen meiner Nachbarin schauen, die auf meiner Hochzeit geholfen hat, verschiedene Gerichte zuzubereiten, der ich dann später sich auskurieren half (ich bin eine ehemalige Ärztin). Wer trägt die Verantwortung für diesen ganzen Albtraum! Und deswegen braucht man das Volk auch nicht zu teilen und zu verurteilen. DAS EINFACHE VOLK BRAUCHT KEINEN KRIEG, UND DIE POLITIKER, DIE SICH DAS ALLES AUSGEDACHT UND REALISIERT HABEN MUSS MAN VERURTEILEN VOR DEM ALLERSCHLIMMSTEN GERICHT!!!!!!!! Mein armes Volk, mein armes Volk, meines armes Land, was hat man mit Euch gemacht, was hat man mit uns gemacht. Entschuldigt, dass ich so viel geschrieben habe, zuviel lastet auf meiner Seele.

Und ein letztes, vom ersten Tag an hat das Volk die Ankunft russischer Truppen erwartet und gefordert, jeden Tag schickte laut Gerüchte Russland seine Truppen und alle fingen an sich zu freuen. Das einfache Volk kann nicht die Taten seiner Politiker verantworten die eine so vielschichtige Politik verfolgen, und hier hat sich die Rechnung bezahlt gemacht, erinnert Euch an die Worte Zhanyshs und Maksims [Bruder und Sohn Kurmanbek Bakievs], dass die Russen nicht kommen werden. Was weiter wird, weiß ich nicht ….. Ich will in einem ruhigen Land leben so wie das bis [19]90 war. Ich habe Angst um mein Kyrgyzstan.“

Der Text im Russischen Original findet Ihr hier: BriefRussisch

Youth Ministry in Kyrgyzstan Shows Poor Performance at The Start

To download the document (pdf) follow the link: Vision of Kebel


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